A'chen in der Pubertät

Die A'chen entwickeln sich und sind nun in der schwierigsten Phase überhaupt. Aber... es gibt immer Hoffnung, denn wie jede Phase, geht auch diese vorüber. Dabei sind aber wichtige Punkte zu beachten.


Die Ohren sind auf "taub" gestellt, der Abruf klappt par tout nicht mehr, sie zerstören alles Greifbare, wenn sie alleine gelassen werden, etc. etc. etc. Auch entwickeln sich neue Ängst in dieser sensiblen Phase.

6 - 9 Monate - Sensible Phase + 2. Prägungsphase

Quelle "Beziehung - Erziehung - Bindung", Udo Ganslosser+Kate Kitchenham

Das Wichtigste zuerst!

In dieser Phase ist es unumgänglich, die verschiedenen Prägungsprozesse, die der Hund bereits in der Welpenzeit gemacht hat, zu wiederholen. Dies gilt für die Umweltreize, Artgenossenprägung und für die Sozialisierung.


Was passiert überhaupt in der Pubertät? Grundsätzlich findet eine Umorganisation im Gehirn statt, welche durch unterschiedliche Hormone ausgelöst wird. Der Hund zeigt höhere Risikobereitschaft, testet Grenzen (teilweise) wehement aus, hat auf einmal grössere Auseinandersetzungen mit Seinesgleichen, auch die Empathiefähigkeit lässt zu wünschen übrig und er entwickelt neue/unbekannte Ängste, vor allem Verlassensangst. Was nicht vernachlässigt werden sollte ist hier zu die Ernährung, die auch einen wesentlichen Einfluss.


Die Prägung findet in den sensiblen Phasen einfacher statt, was eben nicht heisst, dass dann "der Zug abgefahren ist". Prägungsprozesse sind, wenn sie einmal stattgefunden haben, langzeitstabil aber eben auch irreversibel. Was noch wichtig ist zur Prägung ist, dass sie belohnungsfrei ist. Der Prägungsreiz wird aufgenommen und gespeichert. Dazu braucht es vom Besitzer keine Bestätigung. Deshalb erwähne ich immer wieder, dass man sich in dieser Zeit z.B. auf eine Bank setzt, dem Hund Sicherheit gibt, indem man ihm den benötigten Körperkontakt gewährt (OHNE zu streicheln und zu sprechen....) und ihn einfach schauen lässt ohne ihn auf irgendwas aufmerksam machen zu wollen oder ihm den Kopf voll zu schwatzen.


Zur Verlassensangst

Falls der Hund diese entwickelt, ist es unumgänglich, dem Hund mehr Stabilität, ein optimales soziales Umfeld und Auslastung zu bieten. Rituale sind hier ein Stichwort. Diese müssen für den Hund immer gleich ablaufen, was ihm wiederum Sicherheit gibt und die Bezugsperson planbar macht. Das braucht natürlich Zeit - aber es lohnt sich für das weitere Leben des Vierbeiners, auch was Krankheiten, Intolleranzen, etc. angeht, denn Unsicherheit bedeutet Stress.


Dieser kurze Überblick ist in keinster Weise vollständig. Details können im oben erwähnten Buch nachgelesen werden.


So, nun ein paar Bilder der halbjährigen A'chen. Weitere, aktuelle Bilder folgen.


Archie (Mr. Brown) - Stockhaar Akira (Miss Red) - Langstock

Ares (Mr. Blue) - Stockhaar Ava (Miss Green) - Stockhaar

Arhi (Mr. Yellow/White) - Stockhaar Amy (Miss Pink) - Stockhaar

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